PFAS im Leitungswasser Frankfurt: Was steckt wirklich im Trinkwasser?

PFAS im Leitungswasser Frankfurt: Was steckt wirklich im Trinkwasser – und was filtert es heraus?

Recherche · Umweltbundesamt · BUND · Trinkwasserverordnung 2026

⏱ Lesezeit: ca. 6 Minuten

Direkte Antwort: Frankfurt bezieht sein Trinkwasser aus einer Mischung von regionalem Grundwasser, Quellwasser aus dem Vogelsberg und dem Hessischen Ried. Es hält die gesetzlichen Grenzwerte ein, ist aber bekannt für seine hohe Wasserhärte. Ein bundesweiter BUND-Test fand in 42 von 46 Proben PFAS. Kochen entfernt weder PFAS noch Kalk. Aktivkohle-Filter reduzieren PFOS und PFOA dagegen zuverlässig – im NSF-Test über 98 % bzw. 96 %.

42/46Proben mit PFAS-Nachweis (BUND 2025)
100 ng/lGrenzwert PFAS-20 ab Januar 2026
>98 %PFOS-Entfernung im NSF-Test
10.000+Substanzen in der PFAS-Gruppe

Wie gut ist Frankfurts Trinkwasser wirklich?

Frankfurt versorgt sich aus mehreren Quellen: regionalem Grundwasser, Fernwasser aus dem Vogelsberg und dem Hessischen Ried sowie aus dem Spessart. Die Mainova und Hessenwasser liefern damit Trinkwasser, das die gesetzlichen Grenzwerte einhält und streng kontrolliert wird. Bekannt ist Frankfurter Wasser vor allem für eines: seine hohe Wasserhärte – also viel Kalk.

Hoher Kalkgehalt ist gesundheitlich unbedenklich, aber im Alltag lästig (Kalkränder, verkalkte Geräte). Davon getrennt steht die Frage der Schadstoffe: Wie überall sind auch in hessischem Wasser Spuren von PFAS nachweisbar. Die eigentliche Frage ist deshalb nicht Ist mein Wasser legal?, sondern Was nehme ich täglich auf – und kann ich es senken?

Was sind PFAS – und warum nennt man sie „Ewigkeitschemikalien"?

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine Gruppe von mehr als 10.000 synthetischen Chemikalien. Sie stecken in Antihaft-Pfannen, Outdoor-Kleidung, Lebensmittelverpackungen und Feuerlöschschaum. Ihr gemeinsames Merkmal: Sie bauen sich in der Umwelt praktisch nicht ab – daher der Beiname „Ewigkeitschemikalien".

Einmal im Grundwasser, bleiben sie dort über Jahrzehnte. Die bekanntesten Vertreter im Trinkwasser sind PFOS und PFOA. Beide sind längst verboten, durch Altlasten aber weiterhin nachweisbar.

Wie viel PFAS steckt im deutschen Leitungswasser?

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) entnahm zwischen Juni und Oktober 2025 bundesweit Wasserproben und ließ sie in einem akkreditierten Labor auf 58 verschiedene PFAS untersuchen. Das Ergebnis: In 42 von 46 Trinkwasserproben wurden PFAS nachgewiesen. In drei Regionen wurden sogar die ab 2028 geltenden Grenzwerte überschritten, meist durch Altlasten aus Feuerlöschschaum – ein Beispiel dafür, wie lokale Verunreinigungen jahrzehntelang nachwirken.

Zur Einordnung: In den meisten Proben werden die Grenzwerte eingehalten, und die Wasserversorger betonen, dass deutsches Trinkwasser sicher ist. Die Werte zeigen aber, wie weitverbreitet PFAS sind – und dass wir zusätzlich über Lebensmittel und Alltagsprodukte belastet werden.

Die neue Trinkwasserverordnung 2026: Was ändert sich?

Seit dem 12. Januar 2026 gilt in Deutschland ein Summengrenzwert von 100 Nanogramm pro Liter für eine Gruppe von 20 PFAS (PFAS-20). Ab dem 12. Januar 2028 kommt ein strengerer Wert hinzu: maximal 20 ng/l für die vier besonders kritischen Verbindungen PFOA, PFOS, PFNA und PFHxS.

Für Verbraucher heißt das: Der Gesetzgeber erkennt das Problem an und verschärft die Regeln. Gleichzeitig warnen Wasserversorger vor hohen Aufbereitungskosten – die letztlich über den Wasserpreis bei den Verbrauchern landen.

Warum Abkochen gegen PFAS nicht hilft

Ein verbreiteter Irrtum: Wer sein Wasser abkocht, sei auf der sicheren Seite. Das stimmt für Bakterien – aber nicht für PFAS. Diese Chemikalien verdampfen beim Erhitzen nicht. Im Gegenteil: Da beim Kochen Wasser verdunstet, kann sich die PFAS-Konzentration sogar leicht erhöhen.

Was hilft wirklich gegen PFAS im Leitungswasser?

Nicht jede Methode ist wirksam. Diese Übersicht zeigt, was die gängigen Optionen leisten:

Methode PFAS-Entfernung Installation Mineralien
Abkochen Nicht wirksam Bleiben erhalten
Klassischer Tischfilter Begrenzt Nicht nötig Werden entfernt
Umkehrosmose Sehr wirksam Erforderlich Werden entfernt
Aktivkohle-Gravity-Filter (AquaGlassFilter) >98 % PFOS / >96 % PFOA Nicht nötig Bleiben erhalten

Aktivkohle bindet PFAS über Adsorption: Die Moleküle haften an der riesigen inneren Oberfläche des Kohlenstoffs. Ein hochwertiger Aktivkohle-Block entfernt so nachweislich den Großteil von PFOS und PFOA – ohne Strom, ohne Installation und ohne dem Wasser die wertvollen Mineralien zu entziehen.

Für wen ist Filtern besonders sinnvoll?

  • Schwangere und Stillende – PFAS können die Plazenta passieren
  • Eltern mit Kleinkindern – kleine Körper reagieren empfindlicher auf niedrige Dosen
  • Menschen mit hormonsensiblen Erkrankungen – Schilddrüse, Kinderwunsch
  • Bewohner älterer Gebäude – wo zusätzlich Blei aus alten Leitungen ein Thema sein kann
  • Low-Tox-Lebensstil – bewusster Umgang mit der gesamten chemischen Belastung

Häufige Fragen zu PFAS im Trinkwasser Frankfurt

Ist das Leitungswasser in Frankfurt sicher?

Ja. Frankfurts Trinkwasser hält die gesetzlichen Grenzwerte ein und wird streng kontrolliert. Auffällig ist vor allem die hohe Wasserhärte. Spuren von PFAS sind wie überall nachweisbar. Wer die persönliche Belastung senken will, kann mit einem Aktivkohle-Filter nachfiltern.

Warum ist das Wasser in Frankfurt so hart (kalkhaltig)?

Das Frankfurter Wasser stammt aus kalkreichen Grundwasser- und Quellgebieten in Hessen, wodurch es von Natur aus viel Calcium und Magnesium enthält. Das ist gesundheitlich unbedenklich, führt aber zu Kalkablagerungen. Ein Aktivkohle-Filter entfernt keinen Kalk, verbessert aber Geschmack und reduziert Schadstoffe wie PFAS und Chlor.

Enthält Frankfurter Leitungswasser PFAS?

Ein BUND-Test fand 2025 bundesweit in 42 von 46 Proben PFAS. Auch hessisches Trinkwasser enthält Spuren. Die Werte liegen in den meisten Fällen unter den Grenzwerten.

Entfernt ein Wasserfilter PFAS?

Aktivkohle-Filter entfernen PFOS und PFOA zuverlässig über Adsorption. Im unabhängigen NSF-Test erreichte der AquaGlassFilter über 98 % PFOS- und über 96 % PFOA-Entfernung. Umkehrosmose ist ebenfalls wirksam, benötigt aber eine Installation.

Hilft Abkochen gegen PFAS?

Nein. PFAS verdampfen beim Erhitzen nicht. Abkochen hilft nur gegen Bakterien, nicht gegen Chemikalien wie PFAS.

Welcher Grenzwert gilt ab 2026 für PFAS?

Seit dem 12. Januar 2026 gilt ein Summengrenzwert von 100 ng/l für 20 PFAS. Ab 2028 kommt ein strengerer Wert von 20 ng/l für vier besonders kritische PFAS hinzu.

Das sagen unsere Kunden

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„Schnelle Lieferung und das Wasser schmeckt spürbar weicher. Schön, dass es komplett aus Glas ist – kein Plastik."

Jelle K. · ✓ Verifizierte Google-Bewertung

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„Ich wollte einen Filter ohne Installation, weil ich zur Miete wohne. Funktioniert top und sieht in der Küche auch noch gut aus."

Karin B. · ✓ Verifizierte Google-Bewertung

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„Ich bin ziemlich kritisch bei Wasserfiltern. Mit diesem bin ich sehr zufrieden – die Laborergebnisse stehen offen auf der Website, das Wasser schmeckt frisch, ohne Beigeschmack."

Rients van der M. · ✓ Verifizierte Google-Bewertung

Durchschnittlich 4,9 von 5 Sternen bei 14 Google-Bewertungen.

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